Günstigster Monat zum Heiraten: Was Winter, Freitag und Sonntag wirklich sparen
Am günstigsten heiratet ihr in Deutschland in der Nebensaison, also im Spätherbst und Winter. Eine Februarhochzeit kostete laut Bridebook Wedding Report 2026 im Schnitt rund 14.125 €, eine im August dagegen 19.835 €, also gut 5.700 € mehr (Bridebook).
Wenn ihr beim Datum flexibel seid, ist das der größte Hebel im ganzen Budget, größer als jede Bastelidee. Und keine Sorge: Eine Hochzeit im Februar oder November fühlt sich nicht nach zweiter Wahl an. Kerzenlicht ab vier Uhr, alle rücken zusammen, draußen ist es kalt und drinnen gemütlich. Hier steht, was die Zahlen sagen und wie ihr das Beste aus einem ruhigen Termin macht.
Was die Zahlen für Deutschland zeigen
Bridebook hat für den Wedding Report 2026 Paare nach ihren Kosten gefragt. Ein paar Monatswerte daraus (Bridebook):
| Monat | Durchschnittliche Hochzeitskosten |
|---|---|
| August | ca. 19.835 € |
| Juni | ca. 18.070 € |
| Februar | ca. 14.125 € |
Der Grund ist schlicht Angebot und Nachfrage. 40 % aller Hochzeiten fanden laut Wedding Report 2026 im Sommer statt (Bridebook), und 2024 war der August der Monat mit den meisten Eheschließungen in Deutschland (Statista/Destatis). Wo im Sommer jedes Wochenende weg ist, stehen Säle im Januar und Februar oft leer. Genau dort habt ihr Verhandlungsspielraum.
Bridebook fasst es selbst so zusammen: Der Unterschied zwischen Hoch- und Nebensaison kann mehrere Tausend Euro betragen. Und: Hochzeiten im Sommer kosten meist mehr als Winterhochzeiten (Bridebook).
Der Wochentag spart fast genauso viel
Noch spannender als der Monat ist der Wochentag. Laut Bridebook kostete eine Hochzeit am Samstag im Schnitt rund 18.357 €, am Freitag 14.792 € und am Sonntag 14.444 € (Bridebook). Das sind fast 4.000 € Unterschied nur durch einen anderen Tag.
Gleichzeitig bleibt der Samstag mit 47 % aller Hochzeiten der mit Abstand beliebteste Tag. Wer ihn meidet, hat bei Locations die besten Karten.
So lässt sich das kombinieren:
- Freitag im Februar oder März. Viele Gäste nehmen sich für eine Hochzeit gern einen Brückentag, und ihr bekommt zwei Rabatte auf einmal.
- Sonntag im November. Ein langes Mittagessen statt einer Party bis drei Uhr nachts kostet weniger und passt zu den kurzen Tagen.
- Standesamt am Freitag, Feier am Samstag im Januar. Wer ohnehin zweiteilig plant, legt die große Feier in den ruhigsten Monat.
Was ihr wirklich spart und was nicht
Ganz ehrlich: Der Nachlass kommt vor allem von der Location und vom Catering. Kleid, Ringe oder Papeterie kosten im Januar genauso viel wie im Juli. Konzentriert euch deshalb zuerst auf die Location, denn dort liegt der größte Posten. Ideen dafür sammelt unser Beitrag zu günstigen Hochzeitslocations.

Ein paar Gewohnheiten, die sich auszahlen:
- Fragt aktiv nach dem Nebensaisonpreis. Viele Locations haben einen, nennen ihn aber erst auf Nachfrage. Schreibt drei bis fünf Häuser mit denselben zwei oder drei Wunschterminen an und vergleicht schriftlich.
- Verhandelt Extras statt nur Prozente. Eine Stunde länger, ein Sektempfang oder die Deko-Grundausstattung inklusive sind für eine leere Januarlocation leichter zu geben als ein Rabatt.
- Meidet Silvester und die Weihnachtstage. Dann sind Personal und Dienstleister knapp und teuer.
- Achtet auf Skigebiete und Ostsee-Hotels. Was im Flachland Nebensaison ist, kann in den Alpen im Januar Hochsaison sein.
- Rechnet die Heizkosten mit. Bei Scheunen und Gutshöfen steht im Winter oft ein Heizzuschlag im Vertrag. Fragt vorher danach.
So sieht eine Winterhochzeit gewollt aus
Die kurzen Tage sind euer Vorteil: Ab dem späten Nachmittag übernimmt Kerzenlicht die halbe Deko. Den kompletten Plan findet ihr in unseren Ideen für eine günstige Winterhochzeit.
Tannenzapfen und Windlichter. Unsere Winter-Tischdeko mit Tannenzapfen kostet rund 11,60 € pro Tisch, fertig gekauft wären es etwa 41,99 €. Die Zapfen könnt ihr Wochen vorher sammeln und vorbereiten, was im vollen Dezember viel Druck rausnimmt. Fragt außerdem, ob die Location ihre Weihnachtsdeko bis in den Januar hängen lässt. Das ist Deko, die ihr nicht kaufen müsst.
Licht auf jeden Tisch. Lichtergläser mit Mini-Lichterkette kosten rund 2,53 € pro Stück. Batterielichter sind sicher neben trockenem Tannengrün und gehen nicht aus, wenn jemand die Tür aufmacht.
Lieber November? Wenn euch Januar zu kalt ist: Der November ist ebenfalls ruhig, und an manchen Tagen leuchtet noch das Herbstlaub. Tischdeko mit Mini-Kürbissen kommt auf etwa 12,38 € pro Tisch statt rund 50,71 € fertig. Mehr dazu in unseren Ideen für eine günstige Herbsthochzeit.
Blumen aus dem Supermarkt. Beim Floristen sinken die Preise im Winter kaum, aber Nelken und Schleierkraut gibt es das ganze Jahr. Unsere Tischblumen aus Supermarkt-Sträußen kosten etwa 7,24 € pro Tisch. Für den Brauttisch oder die Torte sehen Schwimmkerzen in Glaszylindern für rund 12,70 € festlich aus, ganz ohne Blumen.
Und wenn es doch Sommer sein soll?

Dann ist der Wochentag euer bester Freund. Ein Freitag oder Sonntag im Juni liegt nach den Bridebook-Zahlen deutlich unter einem Samstag, auch ohne Nebensaison. Auch die Ränder der Saison lohnen sich: Ende April oder Anfang Oktober ist das Wetter oft noch freundlich, die Nachfrage aber schon kleiner als im August. Fragt bei der Location gezielt nach diesen Terminen.
Euer nächster Schritt
Sucht euch drei mögliche Termine aus: einen Freitag im Februar, einen Sonntag im November und einen Samstag im Januar. Schickt dieselbe kurze Anfrage an fünf Locations und bittet um den Preis für jeden Termin plus mögliche Extras in der Nebensaison. Nach einer Woche wisst ihr, welcher Monat für euch der günstigste ist, und dann beginnt der schöne Teil. Ihr schafft das.
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