Anmelden Alles freischalten
Menü

Start / Ratgeber

Hochzeitsbudget aufteilen: Wofür das Geld wirklich draufgeht und eine Aufteilung zum Abschreiben

Aktualisiert 2026-10-27 · 5 Min. Lesezeit

Gäste essen an langen Tafeln unter Lichterketten in einer alten Kirche, das Brautpaar sitzt am Brauttisch
Photo: Lucas T Photography · Unsplash License

Wenn ihr euer Hochzeitsbudget aufteilen wollt, geht der größte Teil an Location und Catering, danach folgen Fotos, Musik, Kleidung und Deko. Laut Bridebook Wedding Report 2026 kostet eine Hochzeit in Deutschland im Schnitt 17.006 € ohne Flitterwochen und Ringe, und allein die Location liegt bei durchschnittlich 8.568 € (Bridebook).

Falls euch bei dieser Zahl kurz flau im Magen wird: durchatmen. Das ist ein Durchschnitt, und darin stecken viele große Feiern mit Videograf, Planerin und Band. Euer Budget muss nur zu eurer Hochzeit passen, und die Reihenfolge eurer Entscheidungen zählt viel mehr als die Endsumme.

Das Durchschnittsbudget, Posten für Posten

So viel geben Paare in Deutschland laut Bridebook im Schnitt für die wichtigsten Posten aus (Bridebook). Die Werte gelten jeweils für einen Posten und lassen sich nicht einfach zur Gesamtsumme addieren.

Posten Durchschnitt
Location 8.568 €
Catering am Abend 4.397 €
Catering beim Empfang 3.947 €
Brautkleid 1.832 €
Videograf 1.695 €
Fotograf 1.656 €
Deko 1.113 €
Musik bei der Trauung 999 €
Musik bei der Feier 851 €
Floristik 809 €
Papeterie 338 €

Die durchschnittliche Hochzeit hatte laut dem gleichen Report 82 Gäste. Jeder Gast mehr bedeutet ein Gedeck, einen Stuhl, Getränke und ein Stück Location, deshalb lohnt sich der Blick auf die Gästeliste zuerst.

Übrigens denken viele in Deutschland ohnehin kleiner: In einer Appinio-Umfrage für Trustlocal hielten 63,6 Prozent der Befragten ein Budget bis 10.000 € für angemessen, 28,3 Prozent sogar unter 5.000 € (Trustlocal). Ihr seid mit einem kleinen Budget also in guter Gesellschaft.

Eine einfache Aufteilung zum Abschreiben

Prozente sind praktischer als Durchschnittswerte, weil sie sich an eure eigene Summe anpassen. Diese Aufteilung schlagen wir als Ausgangspunkt vor. Sie ist keine Regel, schiebt ruhig ein paar Punkte dorthin, wo euer Herz hängt.

  • Location und Essen zusammen: 45 bis 50 Prozent
  • Fotos und Video: 10 bis 12 Prozent
  • Kleidung, Styling und Ringe: 8 bis 10 Prozent
  • Musik: 5 bis 7 Prozent
  • Blumen und Deko: 8 bis 10 Prozent
  • Papeterie, Gastgeschenke und Kleinkram: 3 bis 5 Prozent
  • Puffer für Überraschungen: 10 Prozent
Gäste stoßen mit Sekt auf das hereinkommende Brautpaar an, die Braut hält einen Strauß roter Rosen in die Höhe
Photo: Rodrigo Rodrigues · Unsplash

Bei 12.000 € heißt das: rund 5.600 € für Location und Essen, etwa 1.300 € für Fotos, gut 1.000 € für Blumen und Deko und 1.200 € als Puffer. Schreibt den Puffer bitte als eigenen Posten auf. Irgendetwas kommt immer: Korkgeld, Trinkgeld fürs Personal oder drei Cousins, die auf der ersten Liste fehlten.

Wo das große Geld steckt und wie ihr es kleiner macht

Zuerst die Gästeliste

Jeder Gast kostet Essen, Getränke, Stuhl, Gastgeschenk und anteilig Location. Mit 20 Gästen weniger spart ihr schnell mehr als bei jedem Deko-Projekt. Legt die Gästeliste fest, bevor ihr irgendetwas unterschreibt, denn fast jedes Angebot rechnet damit.

Das Brautpaar geht Hand in Hand auf eine kleine Gruppe von Gästen an runden Tischen auf einer sonnigen Terrasse zu
Photo: Fotógrafo Samuel Cruz · Unsplash

Location und Catering

Fragt jede Location nach Preisen für Freitag, Sonntag und die Nebensaison, und lasst euch schriftlich geben, was enthalten ist: Tische, Stühle, Tischwäsche, Tonanlage, Licht. Alles, was schon da ist, spart euch eine Miete. Beim Essen ist ein Buffet oft günstiger als ein gesetztes Menü, und eine kurze Getränkekarte mit Bier, Wein, Sekt und alkoholfreien Drinks kostet deutlich weniger als eine offene Bar.

Fotograf

Diesen Posten würden wir schützen. Die Fotos bleiben, und ein gehetzter Fotograf lässt sich hinterher nicht reparieren. Wird das Angebot zu teuer, kürzt die Stunden statt der Qualität: Von der Trauung bis zum Eröffnungstanz sind die meisten wichtigen Momente dabei.

Wo DIY das Budget wirklich entlastet

Bei der Deko macht eure eigene Arbeit den größten Unterschied, denn bei fertiger Deko bezahlt ihr vor allem Arbeitszeit. So viel kosten ein paar Tisch- und Partyelemente für 100 Gäste (13 Tische à 8) mit unseren Anleitungen, Preise geprüft am 26. Oktober 2026:

Element Selbst gemacht Fertig gekauft Ersparnis
Tischblumen aus Supermarkt-Sträußen, 13 Tische 94,12 € 389,35 € 295,23 €
Lichtergläser, 25 63,25 € 191,25 € 128,00 €
Tischnummern, 13 15,47 € 37,83 € 22,36 €
Samentütchen, 100 11,00 € 290,00 € 279,00 €
Fotobox-Hintergrund 71,39 € 99,00 € 27,61 €
Summe 255,23 € 1.007,43 € 752,20 €

Ein paar ehrliche Anmerkungen:

  • Blumen und Gastgeschenke bringen am meisten. Zusammen spart ihr über 570 €. Habt ihr nur Zeit für zwei Projekte, fangt dort an.
  • Noch günstigere Tische? Tischdeko mit Pampasgras kostet 6,59 € pro Tisch und lässt sich Wochen vorher machen, weil nichts welkt.
  • Nicht jedes Projekt lohnt sich. Ein Brautstrauß aus Kunstblumen kostet selbst gemacht 25,76 €, fertig 35,99 €. Macht ihn, wenn ihr Spaß daran habt, nicht wegen der zehn Euro.

Wo ihr besser nicht spart

Manche Einsparung rächt sich. Plant genug Essen und Getränke ein, vor allem wenn die Feier lang wird. Behaltet den Fotografen. Bestimmt jemanden, der am Tag selbst den Überblick hat, ob bezahlte Koordination oder eine ruhige, organisierte Freundin, die nicht gleichzeitig eine Rede hält. Und lasst den Puffer in Ruhe, denn die Wochen vor der Hochzeit sind der schlechteste Moment, um 800 € zu suchen.

DIY lohnt sich außerdem nicht für alles, was am Morgen selbst passiert und Können braucht: Haare, Make-up, die Torte oder Kochen für 100 Personen. Das gehört in die Hände von jemandem, der an dem Tag nicht heiratet.

Euer eigener Budgetplan an einem Abend

  1. Wählt eine Summe, die ihr ohne Kredit zahlen könnt. Erspartes, Hilfe der Familie und was ihr bis zum Termin monatlich zurücklegen könnt.
  2. Zieht 10 Prozent als Puffer ab und tut so, als gäbe es ihn nicht.
  3. Legt die Gästezahl fest, mindestens auf zehn Personen genau.
  4. Wendet die übrigen Prozente auf eure Summe an und schreibt neben jeden Posten eine Zahl.
  5. Holt für die drei größten Posten je drei Angebote ein (meist Location, Catering und Fotos), bevor ihr bucht.
  6. Vergleicht Plan und Wirklichkeit in einer einfachen Tabelle. Wird ein Posten teurer, nehmt das Geld aus einem anderen Posten, nicht aus dem Puffer.

Mehr ist ein aufgeteiltes Hochzeitsbudget nicht: eine Liste von Versprechen an euch selbst, wohin das Geld geht. Sobald die großen Posten stehen, werden die kleinen viel leichter, und die DIY-Projekte werden zum schönen Teil statt zur Notlösung.

Anleitungen in diesem Artikel

Schaltet unsere komplette DIY-Bibliothek frei

Kostenlos

  • Kosten- und Einsparungsschätzungen für jedes Projekt
  • Materiallisten zur Planung
  • Die Übersicht "Wie viel könnt ihr sparen?"
  • Neue Blog-Beiträge mit Inspiration und Ratschlägen
Die 10 günstigsten Ideen gratis

Eine kurze Liste der günstigsten Projekte mit der größten Ersparnis. Per E-Mail.

Mehr Ratgeber

Lieblingsanleitungen speichern

Meldet euch mit dem Lizenzschlüssel aus der Kaufbestätigung an, oder holt euch vollen Zugang, um alle Anleitungen freizuschalten und Favoriten auf allen Geräten zu speichern.