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Bridal Shower günstig planen: Ideen, echte Preise und wer was bezahlt

Aktualisiert 2026-11-01 · 5 Min. Lesezeit

Eine lachende Braut in einem schulterfreien Spitzenkleid klatscht vor einem Tisch mit eingepackten Geschenken in die Hände
Photo: Nathan Mullet · Unsplash License

Eine günstige Bridal Shower findet bei jemandem zu Hause statt, am Vormittag oder Nachmittag, mit Essen, das die Gäste mitbringen, und mit Deko, Spielen und Gastgeschenken, die ihr selbst macht. So kommt ihr für 20 Gäste mit etwa 60 € für alles Selbstgemachte aus, und der Rest ist das, was ihr auf den Tisch stellen wollt.

In Deutschland ist die Bridal Shower noch ziemlich neu. Sie kommt aus den USA und ist etwas anderes als der Junggesellinnenabschied oder der Polterabend: ein ruhiges Fest für die Braut, meist mit Kaffee, Kuchen, Spielen und kleinen Geschenken, zu dem auch Mama, Tanten und Omas kommen. Genau deshalb muss sie nicht teuer sein.

Was eine Bridal Shower kostet

Für die Bridal Shower selbst gibt es in Deutschland noch keine verlässlichen Durchschnittswerte. Gute Anhaltspunkte liefert aber der JGA, weil er von denselben Freundinnen bezahlt wird. Die Sparkasse nennt diese Richtwerte pro Person (Sparkasse.de):

Art der Feier Kosten pro Person
Gemütlicher Abend zu Hause ca. 30 €
Kneipentour ca. 80 €
Party-Hopping ca. 200 €
JGA-Reise ca. 400 €

Bridebook rechnet für einen Junggesellinnenabschied mit 100 bis 500 € pro Person (Bridebook). Wenn eure Freundinnen das schon für den JGA ausgeben, sollte die Shower eher in der Größenordnung des Abends zu Hause bleiben. Eine Bridal Shower ist im Kern genau das: ein gemütliches Treffen, nur am Tag und mit Familie.

Wo ihr zuerst sparen solltet

Feiert zu Hause, zwischen den Mahlzeiten

Raummiete und ein ganzes Menü sind die beiden Posten, die eine Feier teuer machen. Ein Wohnzimmer, ein Garten oder die Terrasse der Tante kosten nichts. Ein Brunch am späten Vormittag oder ein klassisches Kaffeetrinken am Nachmittag passt ohnehin am besten zu einer Shower: Kaffee, Kuchen, Obst und ein paar herzhafte Kleinigkeiten statt eines Mittagessens.

Macht ein Mitbring-Buffet daraus

Bittet drei oder vier enge Freundinnen oder Verwandte, je einen Kuchen oder Salat mitzubringen. Die meisten helfen gern, und der größte Kostenblock fällt weg. Bei den Getränken reicht eine Flasche Sekt zum Anstoßen, dazu Kaffee und eine große Karaffe Eistee oder Schorle.

Macht den Süßigkeitentisch selbst

Backt lieber eine Sache richtig, statt eine Torte zu bestellen. Selbstgemachte Cake Pops kosten rund 44 Cent pro Stück, Ständer inklusive, fertige rund 3,50 €. Teller und Tortenmesser braucht dafür niemand. Für Cupcakes könnt ihr eine Etagere aus IKEA-Glastellern kleben, rund 3,30 € pro Stück statt rund 23 € für eine fertige Glas-Etagere bei Amazon.de. Ehrlich gesagt gibt es bei Action zweistöckige Porzellan-Etageren schon für 5 €, das Selbermachen lohnt sich also vor allem, wenn ihr mehrere im gleichen Look wollt. Mehr Ideen findet ihr in unserem Artikel zum günstigen Desserttisch.

Deko, die viel bringt und wenig kostet

Eine Braut im weißen Morgenmantel lacht mit zwei Freundinnen in fliederfarbenen Kleidern auf einem Bett, dahinter roségoldene Folienballons mit dem Schriftzug Bride to be
Foto: Nataliia Hordiiuk · Unsplash

Sucht euch eine Stelle aus, meist hinter dem Geschenketisch oder dem Kuchenbuffet, und macht sie zum Blickfang. Eine Ballongirlande bringt dafür am meisten: ein Set, eine Handpumpe und ein Abend mit einer Freundin, rund 17 € an der Kasse, statt 109 € für eine fertige 3-m-Girlande vom Ballonladen. Dort entstehen später auch die meisten Fotos.

Für die Tische reichen Blumen aus dem Supermarkt in kleinen Glasvasen, rund 7 € pro Tisch statt rund 30 € für ein fertiges Gesteck. Für ein Wohnzimmer mit zwei oder drei Tischen seid ihr also mit 15 bis 22 € dabei.

Spart euch dagegen bedruckte Banner, Servietten mit Namen und Motivteller. Eine schlichte weiße Tischdecke und echte Gläser sehen auf Fotos ohnehin besser aus.

Spiele zum Ausdrucken

Fertige Spieleboxen aus dem Partyladen sind rausgeworfenes Geld. Bingokarten druckt ihr für rund 4 Cent pro Stück auf dickes Papier. Ehrlich: Bei 20 Gästen spart ihr damit kaum etwas, weil eine Packung Papier rund 20 € kostet und ihr nur ein paar Blatt braucht. Wenn ihr das Papier nicht schon zu Hause habt, kauft fertige Karten. Der Grund, sie selbst zu machen, sind die Felder: "ein Küchengerät", "sie hat Tränen in den Augen", "Mama sagt: Hab ich doch gesagt". Gespielt wird, während die Braut ihre Geschenke auspackt, und niemand muss vor allen etwas vorführen.

Andere Klassiker brauchen nur Papier und Stift: ein Quiz "Wie gut kennt ihr die Braut?", Karten mit Ratschlägen für die Ehe, die sie behalten kann, oder Raten, wie oft sie "Danke" sagt. Preise muss niemand kaufen; die Gewinnerin nimmt einfach die Tischblumen mit.

Ein kleines Gastgeschenk, wenn ihr wollt

Bei einer Shower erwartet niemand Gastgeschenke. Wenn ihr trotzdem etwas mitgeben möchtet, kosten Samentütchen mit Wildblumen rund 11 Cent pro Stück, fertige personalisierte rund 2,90 €. Zwanzig Stück kosten euch also gut 2 €. Mehr Ideen stehen in unserem Artikel über Gastgeschenke zum Selbermachen.

Freundinnen stoßen mit Sektgläsern mit dem Aufdruck Bride Squad an, die Braut zeigt ihren Verlobungsring
Foto: Elizabeth Wahab · Unsplash

Wer bezahlt die Bridal Shower?

Organisiert wird die Shower meist von der Trauzeugin, oft zusammen mit Brautjungfern, der Mutter oder einer Tante. Die Braut selbst zahlt nichts. Beim JGA sagt die Sparkasse das ganz deutlich (Sparkasse.de), und bei der Shower gilt dasselbe.

Wenn mehrere Leute ausrichten, klärt vorher drei Dinge:

  • Ein Gesamtbudget und wer was übernimmt. Eine stellt die Wohnung, eine kümmert sich um die Blumen, eine um das Essen. Das ist fair, auch wenn die Beträge nicht genau gleich sind.
  • Eine Person sammelt die Kassenbons. Am Ende rechnet ihr zusammen und gleicht die Differenz aus. Die Sparkasse rät beim JGA, das Geld vorher einzusammeln, statt hinterher hinterherzulaufen. Das klappt hier genauso.
  • Shower und JGA sind getrennte Kosten. Zahlen dieselben Freundinnen beides, haltet die Shower klein. Wie ihr den JGA fair aufteilt, steht in unserem Artikel zum günstigen Junggesellinnenabschied.

Wann sparen keine gute Idee ist

Manche Sparideen kosten mehr, als sie bringen. Verzichtet nicht auf gedruckte Einladungen für Oma und Tanten, die keine Nachrichten am Handy lesen. Quetscht keine 30 Leute in eine kleine Wohnung, nur um keine Raummiete zu zahlen. Und plant nicht fünf Bastelprojekte für eine einzige Gastgeberin. Sucht euch zwei aus, die Spaß machen, kauft den Rest und lasst das Mitbring-Buffet die Hauptarbeit erledigen.

Beispielrechnung für 20 Gäste

So kommen die Ideen oben zusammen, mit den genannten Preisen:

  • Ballongirlande mit Pumpe: rund 17 €
  • Supermarkt-Blumen für drei Tische: rund 22 €
  • Eine Packung Papier für die Bingokarten: rund 20 €
  • Zwanzig Samentütchen: gut 2 €
  • Essen: Mitbring-Buffet, dazu Kaffee, Sekt und Kuchen von den Gastgeberinnen
  • Ort: Wohnzimmer oder Garten, kostenlos

Alles Selbstgemachte zusammen kommt auf rund 61 €. Dazu kommt euer Anteil an Essen und Getränken. Teilt ihr das unter drei oder vier Gastgeberinnen auf, liegt ihr pro Person deutlich unter dem, was ein JGA kostet, und die Braut sitzt trotzdem mitten unter den Menschen, die ihr am wichtigsten sind.

Anleitungen in diesem Artikel

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