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Junggesellinnenabschied günstig: Ideen mit echten Preisen und eine faire Kostenaufteilung

Aktualisiert 2026-10-27 · 5 Min. Lesezeit

Die Braut in kurzem weißem Kleid und Schleier reißt mit ihren Freundinnen in schwarzen Kleidern am Pool die Arme hoch
Photo: Aurela Redenica · Unsplash License

Ein günstiger Junggesellinnenabschied bleibt in der Nähe, setzt auf eine einzige bezahlte Aktion und füllt den Rest mit Dingen, die ihr selbst macht oder kocht. So landet ihr eher bei den 30 bis 80 € pro Person, die die Sparkasse für einen Abend zu Hause oder eine Kneipentour ansetzt, statt bei rund 400 € für eine JGA-Reise.

Wichtig vorab: Den einen Durchschnittspreis gibt es nicht. Wie viel ein JGA kostet, hängt fast nur davon ab, wie weit ihr fahrt und wie lange ihr bleibt. Hier seht ihr, womit ihr rechnen müsst, welche Ideen wirklich wenig kosten und wie ihr die Kosten so aufteilt, dass hinterher niemand sauer ist.

Was ein JGA wirklich kostet

Die Sparkasse nennt für Deutschland diese Richtwerte pro Person (Sparkasse.de):

Art des JGA Kosten pro Person
Gemütlicher Abend zu Hause ca. 30 €
Kneipentour ca. 80 €
Party-Hopping ca. 200 €
JGA-Reise ca. 400 €

Bridebook rechnet im Schnitt mit etwa 100 bis 500 € pro Person (Bridebook). Der Sprung von 30 auf 400 € zeigt, wo das Geld wirklich hingeht: Anreise, Übernachtung und Länge. Bei den Kleinigkeiten zu sparen bringt wenig, wenn ihr gleichzeitig zwei Nächte in einer fremden Stadt bucht.

Günstige Ideen, die sich trotzdem nach etwas Großem anfühlen

Ein Nachmittag mit Haarkränzen

Setzt euch zusammen an einen großen Tisch und bindet Haarkränze, einen für die Braut und gern auch für alle anderen. Unser Haarkranz aus Schleierkraut kostet rund 17,29 € an Material, ein fertiger liegt bei etwa 35 €. Aus einem großen Bund Schleierkraut und ein paar Drähten mehr bekommt ihr mehrere Kränze. Der Nachmittag hat damit ein gemeinsames Projekt, und auf den Fotos sieht es aus, als hättet ihr wochenlang geplant.

Die Braut mit weißem Blumenkranz sitzt vor sieben Freundinnen mit rosa Rosenkränzen im Haar, alle lachen draußen in die Kamera
Foto: Photographe EVJF GREG · Unsplash

Spiele aus dem eigenen Drucker

Spiele kosten fast nichts, wenn ihr sie selbst macht. Bingo-Karten liegen bei etwa 14 Cent pro Stück. Füllt die Felder mit Dingen rund um die Braut: "erzählt vom Antrag", "jemand weint vor Rührung", "ihre Mama ruft an". Für einen Tag in der Stadt passt eine Foto-Challenge-Karte für rund 1,10 € für die ganze Gruppe. Alle laden ihre Fotos in ein gemeinsames Album, und die Braut hat am nächsten Morgen Hunderte Bilder, ohne dass ihr jemanden bezahlen müsst.

Erst zusammen kochen, dann losziehen

Ein Restaurantbesuch für zehn Leute wird schnell teuer. Kocht zusammen in der Wohnung oder im Ferienhaus, oder jede bringt ein Gericht mit, und geht danach noch etwas trinken. Den lustigen Teil des Abends behaltet ihr, den teuersten streicht ihr.

Eine bezahlte Aktion statt vier

Sucht eine Sache aus, über die sich die Braut richtig freut, etwa einen Tanzkurs, eine Weinprobe oder einen Vormittag in der Therme, und baut den Tag darum herum. Ein Programmpunkt pro Tag reicht, und ihr bleibt eher beim Kneipentour-Budget als beim Party-Hopping.

Ein kleines Andenken

Statt bedruckter Becher lieber etwas, das man benutzt. Kleine Honiggläser kosten selbst befüllt etwa 1,45 €, gekauft rund 3,25 €. Für zehn Frauen sind das keine 15 €.

So bleiben die großen Posten klein

  • Bleibt in der Nähe. Ein JGA in der Heimatstadt der Braut oder eine Bahnstunde entfernt spart mehr als jeder Rabattcode.
  • Ein Tag statt eines Wochenendes. Der Unterschied zwischen Kneipentour und JGA-Reise liegt laut Sparkasse bei rund 320 € pro Person. Ein Samstag mit Übernachtung bei einer Freundin fühlt sich oft genauso gut an.
  • Eine Unterkunft für alle. Wenn ihr übernachtet, ist ein Haus oder eine große Wohnung meist günstiger als mehrere Hotelzimmer, und ihr könnt selbst kochen.
  • Kein Pflichtprogramm im Paket. Fertige JGA-Pakete enthalten oft Dinge, die keiner braucht. Bucht lieber einzeln, was ihr wirklich wollt.

Kosten fair aufteilen

Beim Geld zeigt sich, wie gut eine Freundschaft ist. Klärt es, bevor jemand etwas bucht.

Die Braut zeigt ihren Verlobungsring, drei Freundinnen mit kurzen Schleiern reagieren überrascht im Park
Foto: Alena Plotnikova · Unsplash

1. Erst das Budget abfragen, dann planen

Die Sparkasse rät, vorher das Budget der Teilnehmenden abzufragen und einen Rahmen festzulegen, mit dem alle einverstanden sind (Sparkasse.de). Fragt am besten einzeln und nicht in der Gruppe, und plant mit dem niedrigsten Betrag. Niemand sollte im Gruppenchat zugeben müssen, dass es zu teuer ist.

2. Die Braut zahlt nichts

Das ist die übliche Regel, und die Sparkasse sagt es ganz deutlich: Die Braut zahlt beim JGA nichts. Ihr Anteil wird auf alle anderen verteilt. Ein Rechenbeispiel: Bei einer Kneipentour für ca. 80 € pro Person mit zehn Frauen übernehmen die neun Freundinnen die 80 € der Braut, das sind knapp 9 € mehr für jede. Schreibt das von Anfang an in den Plan, dann ist es später kein Thema.

3. Gemeinsames teilen alle, Extras nur, wer mitmacht

Eine faire Regel, die fast immer funktioniert:

  • Teilen alle: Unterkunft, gemeinsamer Einkauf, Deko, der Anteil der Braut.
  • Zahlt nur, wer dabei ist: eine zusätzliche Nacht, eine teurere Aktion, die Bar nach Mitternacht, eine weitere Anreise.

Wer erst am Samstag dazukommt, zahlt die Freitagnacht nicht mit. Wer nur zum Essen kommt, zahlt nur das Essen.

4. Geld vorher einsammeln

Sammelt den Anteil jeder Person ein, bevor ihr Anzahlungen leistet, und behaltet die Kasse in einer Hand. Genau so empfiehlt es auch die Sparkasse: vorab einsammeln, nachher zurückverteilen, was übrig bleibt. Haltet jede Quittung in einer gemeinsamen Liste oder einer App zum Teilen von Ausgaben fest.

5. "Ich komme nur zum Teil" ist völlig okay

Macht klar, dass man auch nur für einen Abend oder einen Tag dabei sein kann. Je mehr Freundinnen kommen können, desto schöner wird es für die Braut, auch wenn ein paar früher gehen.

Wo Sparen nicht lohnt

Nicht alles sollte billig sein. Plant ein Taxi oder einen Fahrdienst für den Heimweg, statt eine Freundin fahren zu lassen. Bindet die Haarkränze nicht zum ersten Mal am Morgen der Abfahrt, ein Probelauf eine Woche vorher spart Stress. Und wenn die Braut Basteln hasst, ist ein Bastelnachmittag keine Ersparnis, sondern eine Pflichtübung. Für die Hochzeit selbst gilt dasselbe: Unsere Liste, was ihr selbst machen und was ihr lieber kaufen solltet, zeigt, wo sich Selbermachen wirklich lohnt.

Ein Beispieltag für zehn Frauen

So kann ein Tag mit den Ideen oben aussehen, mit den genannten Preisen:

  • Material für den Haarkranz der Braut: ca. 17,29 €
  • Bingo-Karten für zehn: ca. 1,40 €
  • Eine Foto-Challenge-Karte: ca. 1,10 €
  • Zehn Honiggläser: ca. 14,50 €
  • Einkauf für das gemeinsame Abendessen: das, was ihr vorher vereinbart, geteilt durch neun
  • Eine bezahlte Aktion: der eine große Posten, nur für die, die mitmachen

Die selbst gemachten Extras kosten zusammen rund 34 € für die ganze Gruppe, also keine 4 € pro Freundin. Der Rest ist Essen und eine Aktion, und jede kennt den Betrag, bevor sie zusagt. Das ist der ganze Trick: Die Braut bekommt einen Tag, der sich nur um sie dreht, und keine ihrer Freundinnen muss sich vor der Abrechnung fürchten.

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