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Getränke für die Hochzeit berechnen: wie viel Bier, Wein und Sekt ihr für 100 Gäste braucht

Aktualisiert 2026-10-30 · 5 Min. Lesezeit

Das lachende Brautpaar stößt in einem Festsaal unter einem Kronleuchter mit Brautjungfern in Rot und Gästen mit Sekt an
Photo: Jonathan Nenemann · Pexels License

Rechnet pro Gast, der Alkohol trinkt, mit etwa 0,3 Litern Alkoholischem und 0,2 Litern Alkoholfreiem pro Stunde (Rechner-Portal). Bei 100 Gästen und sechs Stunden Feier landet ihr damit grob bei 9 Kästen Bier, 58 Flaschen Wein und 20 Flaschen Sekt.

Klingt viel? Ist es auch, aber die Rechnung ist einfacher, als sie aussieht. Hier bekommt ihr die Faustregel, eine fertige Einkaufsliste für 100 Gäste, die Kosten und ein paar Stellen, an denen ihr ehrlich nach oben oder unten korrigieren solltet.

Die Faustregel in einfachen Zahlen

Rechner-Portal geht von einem halben Liter Getränk pro Person und Stunde aus, alkoholisch und alkoholfrei zusammen. Wer Alkohol trinkt, verteilt das ungefähr auf 0,3 Liter Alkoholisches und 0,2 Liter Alkoholfreies. Wer nichts trinkt, braucht die ganzen 0,5 Liter alkoholfrei (Rechner-Portal).

Beim Alkohol teilt der Rechner so auf: 60 % Bier, 30 % Wein, 10 % Sekt. Beim Alkoholfreien gehen 60 % auf Wasser, an heißen Tagen 75 %, der Rest auf Softdrinks. Eine Flasche Wein mit 0,75 Litern ergibt laut derselben Seite fünf bis sechs Gläser.

Zählt dabei die Stunden, in denen wirklich ausgeschenkt wird. Vom Sektempfang nach der Trauung bis zum letzten Tanz kommen schnell sechs Stunden oder mehr zusammen. Für längere Feste empfiehlt Rechner-Portal, 25 % draufzulegen.

Die Einkaufsliste für 100 Gäste

Angenommen, von euren 100 Gästen trinken 80 Alkohol und 20 nicht (Kinder, Schwangere, Fahrer). Die Feier dauert sechs Stunden. Dann sieht die Rechnung so aus:

Getränk Menge Das heißt
Bier (60 %) rund 86 Liter 9 Kästen à 20 × 0,5 l
Wein (30 %) rund 43 Liter 58 Flaschen à 0,75 l
Sekt (10 %) rund 14 Liter 20 Flaschen à 0,75 l
Wasser rund 94 Liter z. B. 8 Kästen à 12 × 1 l
Softdrinks und Saft rund 62 Liter je nach Sorte

So entsteht die Zahl: 80 Gäste × 6 Stunden × 0,3 Liter sind 144 Liter Alkoholisches. Beim Alkoholfreien kommen 80 × 6 × 0,2 Liter und 20 × 6 × 0,5 Liter zusammen, also 156 Liter. Rundet bei Kästen und Flaschen immer auf.

Eine lange Bar unter einem Dach aus Grün und runden Papierlampions, Barkeeper mixen Drinks, Gäste warten mit Gläsern
Foto: Jonathan Borba · Pexels

Wann ihr mehr oder weniger braucht

Die Faustregel ist ein Mittelwert. Passt sie an eure Gäste an:

  • Zieht Nicht-Trinker ab. Rechnet für sie nur Alkoholfreies. Rechner-Portal weist selbst darauf hin, dass Trinkgewohnheiten und der Anteil der Nicht-Trinker die Mengen stark verändern.
  • Kennt eure Bier- und Weinfraktion. Eine Feier in der Pfalz trinkt anders als eine in Bayern. Wenn eure Familien eher Wein mögen, verschiebt ein paar Prozent vom Bier zum Wein. Fragt im Zweifel zwei, drei Verwandte.
  • Denkt an die Hitze. Im Sommer gehen mehr Wasser, Weißwein, Rosé und Bier weg, weniger Rotwein. Darum rechnet der Rechner bei Hitze auch mit mehr Wasser.
  • Achtet auf die Uhrzeit. Eine Mittagsfeier mit Kaffee und Kuchen braucht deutlich weniger als eine Party bis 3 Uhr. Wie ihr beim Essen spart, steht in unserem Artikel über günstiges Hochzeitsessen.

Was es kostet: selbst kaufen oder Getränkepauschale

Kauft ihr selbst ein, rechnet Bridebook ab etwa 5 bis 15 Euro pro Person für die Getränke, dazu rund 100 bis 300 Euro für Zubehör wie Gläser, Eiskübel und Schilder (Bridebook). Bei 100 Gästen sind das 500 bis 1.500 Euro plus Zubehör.

Eine Getränkeflatrate bei einem Profi-Paket kostet laut Bridebook 25 bis 50 Euro pro Person, also 2.500 bis 5.000 Euro für 100 Gäste. Ein Profi-Barkeeper liegt bei 500 bis 1.500 Euro, je nach Dauer und Ausstattung. Wo das alles im Gesamtbudget steht, zeigt unsere Budgetaufteilung.

Bevor ihr selbst einkauft, fragt eure Location, ob ihr eigene Getränke mitbringen dürft und ob Korkgeld anfällt. Lasst euch das schriftlich geben, denn ein Korkgeld pro Flasche kann den Preisvorteil schnell auffressen.

Fünf Wege, bei den Getränken zu sparen

  • Kauft auf Kommission. Viele Getränkehändler nehmen volle, ungeöffnete Kästen und Flaschen nach der Feier zurück. Fragt beim Einkauf genau nach, ob das auch für Wein und Sekt gilt.
  • Bier, Wein, ein Hochzeitsdrink. Statt einer vollen Bar mit zehn Spirituosen reicht ein eigener Drink, zum Beispiel ein Aperitif mit Sekt. Das spart Flaschen, Mixer und Arbeit.
  • Sekt nur zum Anstoßen. Beim Empfang braucht ihr laut Rechner-Portal etwa 1,5 bis 2 Flaschen für je 8 Gäste. Danach kann der Sekt in den Kühlschrank, und wer will, stößt mit dem an, was im Glas ist. Ideen für die passenden Worte findet ihr in unserem Artikel zur Begrüßungsrede.
  • Kühlt selbst. Ein Kühlanhänger oder Kühlschränke von Freunden sind oft günstiger als gekühlte Lieferung. Fragt beim Getränkehändler, ob er Kühlanhänger verleiht.
  • Plant die Bar wie eine Schicht. Ein bezahlter Barkeeper für die Hauptzeit und danach Selbstbedienung an einer gut sortierten Bar ist oft ein guter Mittelweg.

Aus leeren Flaschen wird Deko

Nach einer Feier mit 58 Flaschen Wein habt ihr einen Berg Leergut. Wenn ihr ein paar Wochen vorher schon sammelt, werden daraus bemalte Weinflaschen als Tischdeko für jeden Tisch.

Auch eine einfache Bar auf einem Klapptisch sieht abends ganz anders aus, wenn sie Licht bekommt. Ein paar Lichtergläser auf der Theke kosten wenig, und draußen macht ein Lichterketten-Himmel über Bar und Tanzfläche aus der Wiese einen Ort, an dem alle stehen bleiben wollen. Und wer die Tische schon deckt, kann gleich Servietten mit Eukalyptus neben die Gläser legen.

Eine Braut in Spitze steht mit Freundinnen und Gästen an einer Bar mit Backsteinwand, die Gäste halten Wein und eine Flasche Bier
Foto: Rene Terp · Pexels

Wo Sparen keine gute Idee ist

  • Lasst die Getränke nicht ausgehen. Rundet auf und nehmt einen Puffer mit. Was übrig bleibt, geht bei Kommission zurück oder wird beim nächsten Grillabend getrunken.
  • Spart nicht am Wasser. Stellt Wasser auf jeden Tisch. Fahrer und Nicht-Trinker sollen mehr Auswahl haben als nur Leitungswasser.
  • Lasst nicht einen Freund den ganzen Abend ausschenken. Für 100 Leute ist das ein Job. Bucht jemanden oder teilt Schichten ein, damit niemand eure Hochzeit hinter der Theke verbringt.
  • Vergesst das Eis nicht. Fragt euren Barkeeper oder Getränkehändler, wie viel ihr für eure Gästezahl braucht, und nehmt mehr. Eis schmilzt schneller, als man denkt.

Zählt eure trinkenden Gäste, multipliziert mit den Stunden und mit 0,3 Litern, und teilt das Ergebnis nach euren Vorlieben auf. Mit dieser einen Zahl schreibt sich die Einkaufsliste fast von selbst.

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